OLIVENÖLE 2010
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Qualität kommt nicht von allein

Produzenten
2010

Die Inspiration zum Vertrieb hochwertiger Olivenöle kam uns durch einen Zeitungsartikel den die Europäische Union Ende der neunziger Jahre veröffentlichte. Darin hieß es, dass Olivenöl das am häufigsten verfälschte, gepanschte und falsch deklarierte Lebensmittel im gesamten EU-Bereich sei. Wir machten uns für eine eigene Studie auf den Weg und recherchierten im gesamten Mittelmeerbereich. Im Ergebnis fanden wir Produzenten, die sich der Sache des Olivenöls verschrieben haben und kontinuierlich hoche Qualitäten produzierten. Ihnen wollten wir helfen und gleichzeitig den Verbrauchern die Kultur der Mittelmeerküche vermitteln. Unser Qualitätskozept hat sich bis heute bewährt. Wir besuchen alle Produzenten mindestens einmal jährlich vor Ort und machen uns ein eigenes Bild von der jährlichen Ernte. Dort ziehen wir auch die ersten Proben des frisch produzierten Öls. Im Anschluss werden dieses Proben vom Deutschen Olivenöl Panel organoleptisch untersucht, d.h. auf Geruch und Geschmack getestet. Als dritten Schritt veranlassen wir eine chemische Analyse bei der neben Qualitätskriterien auch auf Pestizide und Weichmacher getestet wird. Erst wenn alle Parameter stimmen, ordern wir unseren jährlichen Bedarf.
Das Ergebnis gibt uns recht. Seit 2001 konnten wir viele Menschen von der Qualität unserer Olivenöle überzeugen. Für eine gutes Preis-Leistungs-Verhältnis entwickelten wir das Konzept des Jahresvorrates. Die Oliven werden nur einmal im Jahr geerntet und zu Öl verarbeitet. Bei Bestellung eines Jahresvorrates in praktischen 3-Liter-Gebinden helfen Sie Lager- und Verwaltungskosten sparen. Diesen Kostenvorteil geben wir im Preis an unsere Kunden weiter.

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REZEPTE

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Italien / Apulien
Michele Galantino ist in der Region Apulien kein Unbekannter. Die von ihm produzierten Olivenöle sind reglmäßig unter den Preisträgern bei Wettbewerben zu finden. Wir haben uns für den Klassiker unter den apulischen Olivensorten entschieden. Das Öl aus der Coratina-Olive besitzt einen ausgeprägten Charakter mit einem betörenden Geruch nach frischen Äpfeln, der auch im Geschmack deutlich zu erkennen ist. Der hohe Anteil an Polyphenolen, sprich Antioxidanzien, steht für einen kräftigen Bitterton und einen lang anhaltenden pikanten Abgang. Im Gegensatz zu vielen milden Olivenölen, die in verschiedenen Anwendungen oft untergehen, bleibt der fruchtige Geschmack dieses Olivenöls auch bei kräftigen Zutaten erhalten. Das Öl finden Sie zum Ausprobieren auch in unserer Olivenölprobe, oliandi. Wir steuern dem Trend zu immer milderen Olivenölen damit bewusst entgegen und wünschen uns, dass dieses ausdrucksstarke Olienöle auch einen Platz in Ihren Herzen und Speisekammern finden möge.l
Olivensorte: Coratina
Charakter: intensiv-fruchtig
Säuregrad: 0,13
Geruch: deutlich nach Äpfeln
Geschmack: intensiv fruchtig, harmonische Bittertöne, lang anhaltender pikanter Abgang
Anwendung: Pestos, Pasta, Pizza, Antipasti, Salate

Verfügbar ab Mitte März 2010.
Kommentar 2010: Die aktuelle Ernte ist sehr gut ausgefallen. Das Öl überzeugt durch seine klare Apfelnote, die Harmonie zwischen Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe ist gut ausbalanciert.


Michele Galantino (li)
Mauricio Cortese

Italien / Sizilien
Das sizilianische Anbaugebiet Monte Iblei liegt im bergigen Süden Siziliens in den Provinzen Syrakus und Ragusa. Kultivert wird hier die Olivensorte Tonda Iblea. Das Öl aus diesen Oliven hat ein feines fruchtiges Aroma und überzeugt schon beim Riechen. Luciana Vermiglia kultivierte die alten Olivenhaine ihrer Familie, pflanzte neue Bäume und verschrieb sich der ökologischen Landwirtschaft. Ihr Öl ist seit dem vergangenen Jahr biozertifiziert. Von dem auch in 2009 früh bei uns aufverkauften Öl ist die Erntemenge der jungen Bäume weiter gewachsen und so halten wir in diesem Jahr eine größere, wenn auch nicht ausreichende Menge für Sie vorrätig.
Olivensorte: Tonda Iblea
Charakter: mittel-fruchtig
Säuregrad 0,15
Geruch: vielfältig nach frischen Früchten
Geschmack: harmonisch fruchtig mit sehr angenehmemAbgang
Anwendung: Fisch, Pestos, Pasta, Gemüse, Antipasti, Salate

Verfügbar ab Mitte März 2010.
Kommentar 2010: Die aktuelle Ernte noch etwas milder als im Vorjahr. Das Öl besticht wie immer mit seinem betörenden Geruch. Im Geschmack ist es fast mild, stärkere Bittertöne treten nicht auf und im Abgang bleibt das Öl sanft und harmonisch.


Luciana Vermiglia (re)
mit Familie

Spanien / Katalonien
In Nordspanien, im Montsant, liegt das Dörfchen Cabacés. Die ansässige Cooperative war für uns von Beginn an ein Glücksgriff. Von der Lage begünstigt und im Handwerk äußerst solide produziert die Cooperative Jahr für Jahr sehr gutes Ölivenöl aus der Arbequina-Olive. Erstaunlicherweise tun sich die Tester hierzulande mit der als sehr mild geltenden Olive oft schwer. Der Beliebtheit tut dies jedoch keinen Abbruch. Das Öl gehört zu unseren nachgefragtesten Produkten. Der kleine ökologisch zertifizierte Teil ist erfahrungsgemäß sehr schnell vergriffen.
Olivensorte: Arbequina
Charakter: mild-fruchtig
Säuregrad 0,12
Geruch: nach Blüten, leicht nussig
Geschmack: sanfte Fruchtigkeit, kaum Bittertöne, milder Abgang
Anwendung: Knoblauchmayonnaise, Tomatensauce, Kartoffeln, Frittieren

Verfügbar ab Mitte März 2010.
Kommentar 2010: Auf die Cooperative ist wie immer Verlass. Das Öl ist mild , harmonisch ausgewogen mit fein differenzierten Aromen. Wir können Ihnen die beste Charge des aktuellen Jahrgangs anbieten.


Cooperative Cabacés

Griechenland / Kreta

Michalis und Manolis Melabianakis führen ihre Mühle in der dritten Generation. Sie betreuen heute noch Kunden, die schon ihr Großvater belieferte. Produziert werden verschiedene Olivenöl-Qualitäten, die einzelnen Chargen werden sorgfältig getrennt. Für uns kommt nur ihr bestes Olivenöl in Frage. Es ist ein typisches Kreta-Öl, mit dem auf der Insel einfach alles gemacht wird. So vertragen sich nicht nur Öl, Salat und Schafskäse, zum Einsatz kommt es auch in Suppen, beim Schmoren und zum Backen. Wir lieben es auch einfach zum Dippen mit Weißbrot. Das beste Olivenöl aus der Mühle wird heute sogar in Japan geschätzt.
Olivensorte: Psiloelies
Charakter: mittel-fruchtig
Säuregrad: 0,30
Geruch: kräftig, grasig
Geschmack: nach frischen Früchten, grüner Banane, leicht bitter mit angenehmem Abgang
Anwendung: Salate, Schafskäse, Lamm, Fisch, Gemüse, Linsen

Verfügbar ab Ende April 2010.
Kommentar 2010: Auf Kreta war das Wetter vor der Ernte nicht optimal. Dadurch verlor das Öl etwas an Intensität, bleibt aber angenehm fruchtig und ist für Kreta-Verhältnisse ungewöhnlich mild. Sehr gute Öle waren auf der Insel rar, wir freuen uns, Ihnen wieder eines anbieten zu können.


Manolis und Dimitria
Melabianakis

Portugal / Alentejo
Portugal produziert weniger Olivenöl, als es für den Eigenbedarf benötigt. Daher ist portugiesisches Öl bei uns deutlich seltener zu finden. Wenn doch exportiert wird, sind Brasilien und auch die USA wichtige Handelspartner.
Daher freuen wir uns ganz besonders Ihnen mit Luis Passanha und seiner Familie einen besonderen Produzenten vorstellen zu können. Mit modernsten Erntemethoden und einer sehr überzeugenden Verarbeitung produzieren sie aus verschiedenen Olivensorten hervorragende Öle. Allerdings setzt man in Portugal fast ausschließlich auf Cuvées, bei denen die verschiedenen Sorten verschnitten werden. Auch Luis Mühle produziert ausgezeichnete und berühmte Cuvées. Es bedurfte einiger Überzeugungsarbeit von ihm unser Lieblingsöl aus der Cobrancosa-Olive auch sortenrein zu bekommen. Doch es ist gelungen. Wir bieten in diesem Jahr eine kleine Menge erstmalig zum Probieren an.
Olivensorte:
Cobrancosa
Charakter:
mittel-fruchtig
Säuregrad:
0,18
Geruch:
angenehm fruchtig,
Geschmack:
nach Tomate, Artischocke und Kräutern
Anwendung:
Salate, Suppen, Fisch, Gemüse, kalte Küche

Verfügbar ab Ende April 2010.
Kommentar 2010: Ein beeindruckendes fruchtiges, sehr ausgewoges und charakterstarkes Olivenöl.

Luis Passanha

ANALYSEN

Analysen 2010

Analyse Polyphenole
Summe
mg/kg
Säuregrad
max. 0,8
Peroxidzahl
max.20
K232
max. 2,5
K270
max. 0,2
Italien/Apulien 477 0,12 4,2 1,414 0,100
Italien/Sizilien Bio 210 0,15 8,6 1,711 0,093
Spanien/Katalonien 254 0,12 7,5 1,596 0,086
Spanien/Kat. Bio 272 <0,1 5,1 1,507 0,081
Griechenland/Kreta 189 0,30 7,6 1,475 0,095
Portugal/Alentejo (neu) 244 0,18 8,1 1,796 0,142

Die Tabelle zeigt die Ergebnisse der chemischen Analyse.
Die Werte für Polyphenole kommen aus einem Labor in Bari/Italien. Beim Säuregrad orientieren wir uns an den DOP-Werten. Hier darf der Säuregrad 0,5 nicht überschreiten. Die K-Werte dürfen nicht vergleichend gelesen werden, da hier Region und Olivensorte die Höhe des K-Wertes mit bestimmen.

Alle Olivenöle werden auch auf Pestizide und Weichmacher untersucht.
Bei der Untersuchung auf ca. 270 Pestizide fanden wir bei:
Italien Apulien 0,02 mg/kg Chloropyriphos-ethyl
Griechenland/Kreta 0,02 mg/kg Chloropyriphos-ethyl
(zulässiger Höchsstwert 0,25mg/kg)
Spanien/Katalonien Bio 2,9 mg/kg Diethylhexylphthalat (DEHP).
Dieser Wert entspricht laut Bundesverband Naturkost Naturkostwaren den tolerierbaren Rückständen für Bio-Olivenöle. Eine gesetzliche Regelung besteht nicht.

Analysen 2009

Paneltest
Analyse
Polyphenole
Summe
mg/kg
Säuregrad
max. 0,8
Peroxidzahl
max.20
K232 K270
Apulien 498 0,13 5,9 1,712 0,123
Sizilien 232 0,22 7,6 1,749 0,110
Katalonien 159 0,12 6,5 1,540 0,071
Kat. Bio k.A. 0,15 7,9 1,69 0,088
Kreta 239 0,20 7,2 1,64 0,123

Die Tabelle zeigt die Ergebnisse der chemischen Analyse.
Die Werte für Polyphenole kommen aus einem Labor in Bari/Italien. Beim Säuregrad orientieren wir uns an den DOP-Werten. Hier darf der Säuregrad 0,5 nicht überschreiten. Die K-Werte dürfen nicht absolut gelesen werden, da hier Region und Olivensorte die Höhe des K-Wertes mit bestimmen.

Alle Olivenöle werden auch auf Pestizide und Weichmacher untersucht. 2009 gab es nur im spanischen Öl aus konventionellem Anbau Spuren von Rückständen:
Bei Weichmachern 2 mg/kg Diethylhexylphthalat (DEHP). Dieser Wert entspricht laut Bundesverband Naturkost Naturkostwaren den tolerierbaren Rückständen für Bio-Olivenöle. Eine gesetzliche Regelung besteht nicht.
Bei der Untersuchung auf ca. 270 Pestizide fanden wir 0,2 mg/kg Phosmet, der Grenzwert liegt hier bei 10 mg/kg.

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