OLIVENÖLE 2011
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Qualität kommt nicht von allein
Die Inspiration zum Vertrieb hochwertiger Olivenöle kam uns durch einen Zeitungsartikel den die Europäische Union Ende der neunziger Jahre veröffentlichte. Darin hieß es, dass Olivenöl das am häufigsten verfälschte, gepanschte und falsch deklarierte Lebensmittel im gesamten EU-Bereich sei. Wir machten uns für eine eigene Studie auf den Weg und recherchierten im gesamten Mittelmeerbereich. Im Ergebnis fanden wir Produzenten, die sich der Sache des Olivenöls verschrieben haben und kontinuierlich hoche Qualitäten produzierten. Ihnen wollten wir helfen und gleichzeitig den Verbrauchern die Kultur der Mittelmeerküche vermitteln. Unser Qualitätskozept hat sich bis heute bewährt. Wir besuchen alle Produzenten mindestens einmal jährlich vor Ort und machen uns ein eigenes Bild von der jährlichen Ernte. Dort ziehen wir auch die ersten Proben des frisch produzierten Öls. Im Anschluss werden dieses Proben vom Deutschen Olivenöl Panel organoleptisch untersucht, d.h. auf Geruch und Geschmack getestet. Als dritten Schritt veranlassen wir eine chemische Analyse bei der neben Qualitätskriterien auch auf Pestizide und Weichmacher getestet wird. Erst wenn alle Parameter stimmen, ordern wir unseren jährlichen Bedarf.
Das Ergebnis gibt uns recht. Seit 2001 konnten wir viele Menschen von der Qualität unserer Olivenöle überzeugen. Für eine gutes Preis-Leistungs-Verhältnis entwickelten wir das Konzept des Jahresvorrates. Die Oliven werden nur einmal im Jahr geerntet und zu Öl verarbeitet. Bei Bestellung eines Jahresvorrates in praktischen 3-Liter-Gebinden helfen Sie Lager- und Verwaltungskosten sparen. Diesen Kostenvorteil geben wir im Preis an unsere Kunden weiter.

Hier ein Interview zu unserer Arbeit.

Italien / Apulien
Michele Galantino ist in der Region Apulien kein Unbekannter. Die von ihm produzierten Olivenöle sind reglmäßig unter den Preisträgern bei Wettbewerben zu finden. Wir haben uns für den Klassiker unter den apulischen Olivensorten entschieden. Das Öl aus der Coratina-Olive besitzt einen ausgeprägten Charakter mit einem betörenden Geruch nach frischen Äpfeln, der auch im Geschmack deutlich zu erkennen ist. Der hohe Anteil an Polyphenolen, sprich Antioxidanzien, steht für einen kräftigen Bitterton und einen lang anhaltenden pikanten Abgang. Im Gegensatz zu vielen milden Olivenölen, die in verschiedenen Anwendungen oft untergehen, bleibt der fruchtige Geschmack dieses Olivenöls auch bei kräftigen Zutaten erhalten. Das Öl finden Sie zum Ausprobieren auch in unserer Olivenölprobe, oliandi. Wir steuern dem Trend zu immer milderen Olivenölen damit bewusst entgegen und wünschen uns, dass dieses ausdrucksstarke Olienöle auch einen Platz in Ihren Herzen und Speisekammern finden möge.l
Olivensorte: Coratina
Charakter: intensiv-fruchtig
Säuregrad: 0,19
Geruch: nach Äpfeln
Geschmack: intensiv fruchtig, starke harmonische Bittertöne, lang anhaltender pikanter Abgang
Anwendung: Pestos, Pasta, Pizza, Antipasti, Salate

Kommentar 2011: Ein guter Jahrgang für Freunde kräftiger Öle. Das Öl überzeugt durch seine klare Apfelnote, die Harmonie zwischen Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe ist gut ausbalanciert.


Michele Galantino

Italien / Sizilien
In diesem Jahr bieten wir das Öl nicht an. Aufgrund der Witterungsbedingungen war die vorhandene Menge deutlich geringer als in den Vorjahren. in der Analyse fanden wir dann eine zu hohe Konzentration an Weichmachern. Mit diesem Problem steht Luciana nicht allein da, in drei weiteren untersuchten sizilianischen Proben fanden wir ebenfalls Weichmacher. Wie diese letztendlich ins Olivenöl gelangen, können auch die Chemiker nicht eindeutig sagen. Wir bedauern diese Situation sehr und tun alles, um im kommenden Jahr Lucianas Öl hier wieder anbieten zu können.

Als Ersatz empfehlen wir Katalonien BIO, Alentejo oder Kampanien.

Kommentar 2011: nicht lieferbar!


Luciana Vermiglia

Italien / Kampanien
Bei einem Besuch mit dem Deutschen Olivenöl Panel in Kampanien lernten wir Maria Provenza und ihre Ölmühle kennen. Ihre Intention Olivenöl zu produzieren deckte sich sehr mit unserem Anliegen die Kultur des Olivenöls zu pflegen und zu entwickeln. Bei unserem Besuch 2010 war der Ausfall des sizilianischen Öls natürlich nicht vorauszusehen. Von allen Ölen die wir darauhin zusätzlich probierten und untersuchen ließen, hatte nur das Öl von Maria Probenva Bestand. So vertritt mit Maria Provenca eine ähnlich engagierte Frau in diesem Jahr Luciana Vermiglia und deren Olivenöl. Sollten im kommenden Jahr beide Öle gut und verfügbar sein, werden wir neu entscheiden, wie wir damit verfahren. Maria Provenca ist in Sachen Olivenöl kein unbeschriebenes Blatt. Sie wurde bereits im Feinschmecker gewürdigt und aktuell ist sie für Marco Oreggia und seinen "Leitfaden für die weltweit besten Nativen Olivenöle Extra" unter den Top 15 der italienischen Produzenten.
Wie dem auch sei, uns gefällt ihr feines gut ausgewogenes Olivenöl!
Olivensorte: Rotondella, Frantoio
Charakter: mittel-fruchtig
Säuregrad 0,26
Geruch: leicht nach Blüten
Geschmack: sanft fruchtig, ausgewogen mit angenehmemAbgang
Anwendung: Fisch, Pestos, Pasta, Gemüse, Antipasti, Salate

Kommentar 2011: Neu bei uns ist das Öl aus Kampanien. Wir empfehlen es neben Katalonien BIO und Alentejo für das in diesem Jahr nicht erhältliche sizilianische Öl. Die Menge ist limitiert.


Maria Provenza

Spanien / Katalonien
In Nordspanien, im Montsant, liegt das Dörfchen Cabacés. Die ansässige Cooperative war für uns von Beginn an ein Glücksgriff. Von der Lage begünstigt und im Handwerk äußerst solide produziert die Cooperative Jahr für Jahr sehr gutes Ölivenöl aus der Arbequina-Olive. Erstaunlicherweise tun sich die Tester hierzulande mit der als sehr mild geltenden Olive oft schwer. Der Beliebtheit tut dies jedoch keinen Abbruch. Das Öl gehört zu unseren nachgefragtesten Produkten. Der kleine ökologisch zertifizierte Teil ist erfahrungsgemäß sehr schnell vergriffen.
Olivensorte: Arbequina
Charakter: mild-fruchtig
Säuregrad < 0,1 / BIO: < 0,1
Geruch: nach Blüten, leicht nussig
Geschmack: sanfte Fruchtigkeit, kaum Bittertöne, milder Abgang
Anwendung: Knoblauchmayonnaise, Tomatensauce, Kartoffeln, Frittieren

Kommentar 2011: Auch in diesem Jahr kommt aus Cabacés hervorragende Qualität, wobei das Öl aus biologischem Anbau für uns diesmal sensationell ist. Viel besser lässt sich ein Bioöl aus den Arbequina-Oliven nicht produzieren. Glücklicherweise konnten wir davon in diesem Jahr mehr als in der Vergangenheit bekommen.

Cooperative Cabacés

Griechenland / Kreta

Michalis und Manolis Melabianakis führen ihre Mühle in der dritten Generation. Sie betreuen heute noch Kunden, die schon ihr Großvater belieferte. Produziert werden verschiedene Olivenöl-Qualitäten, die einzelnen Chargen werden sorgfältig getrennt. Für uns kommt nur ihr bestes Olivenöl in Frage. Es ist ein typisches Kreta-Öl, mit dem auf der Insel einfach alles gemacht wird. So vertragen sich nicht nur Öl, Salat und Schafskäse, zum Einsatz kommt es auch in Suppen, beim Schmoren und zum Backen. Wir lieben es auch einfach zum Dippen mit Weißbrot. Das beste Olivenöl aus der Mühle wird heute sogar in Japan geschätzt.
Olivensorte: Psiloelies
Charakter: mittel-fruchtig
Säuregrad: 0,31
Geruch: kräftig, grasig
Geschmack: nach frischen Früchten, grüner Banane, leicht bitter mit angenehmem Abgang
Anwendung: Salate, Schafskäse, Lamm, Fisch, Gemüse, Linsen

Kommentar 2011: Auch in diesem Jahr war das Wetter auf der Insel alles andere als optimal. Dadurch ist das Öl wie im vergangenen Jahr angenehm fruchtig und wieder recht mild. Im Vergleich mit anderen Produzenten können wir Ihnen eines der besten verfügbaren Kreta-Olivenöle anbieten.

Michalis und Manolis
Melabianakis

Portugal / Alentejo
Portugal produziert weniger Olivenöl, als es für den Eigenbedarf benötigt. Daher ist portugiesisches Öl bei uns deutlich seltener zu finden. Wenn doch exportiert wird, sind Brasilien und auch die USA wichtige Handelspartner.
Daher freuen wir uns ganz besonders Ihnen mit Luis Passanha und seiner Familie einen besonderen Produzenten vorstellen zu können. Mit modernsten Erntemethoden und einer sehr überzeugenden Verarbeitung produzieren sie aus verschiedenen Olivensorten hervorragende Öle. Allerdings setzt man in Portugal fast ausschließlich auf Cuvées, bei denen die verschiedenen Sorten verschnitten werden. Auch Luis Mühle produziert ausgezeichnete und berühmte Cuvées. Es bedurfte einiger Überzeugungsarbeit von ihm unser Lieblingsöl aus der Cobrancosa-Olive auch sortenrein zu bekommen. Doch es ist gelungen. Wir bieten das Öl zum zweiten Mal an, diesmal eine etwas größere Menge.
Olivensorte:
Cobrancosa
Charakter:
mittel-fruchtig
Säuregrad:
0,18
Geruch:
angenehm fruchtig,
Geschmack:
nach Tomate, Artischocke und Kräutern
Anwendung:
Salate, Suppen, Fisch, Gemüse, kalte Küche

Kommentar 2011: Ein fruchtiges, sehr ausgewoges und charakterstarkes Olivenöl in identischer Qualität des Vorjahres. Wir sind von der Konstanz der Qualität beeindruckt und lieben den unverwechselbaren Geschmack.

Luis Passanha

ANALYSEN

Analysen 2011

Paneltest / Analyse Fruchtigkeit Bitterkeit Schärfe Polyphenole
Summe
mg/kg
Säuregrad
max. 0,8
Peroxidzahl
max.20
K232
max. 2,5
K270
max. 0,2
Italien/Apulien 5,5 4,2 4,0 403 0,19 5,2 1,672 0,104
Italien/Sizilien Bio - - - - - - - -
Italien/Kampanien (neu) 4,9 2,5 3,0 219 0,26 9,1 1,800 0,122
Spanien/Katalonien 4,5 2,5 3,3 237 <0,1 7,7 1,481 0,096
Spanien/Kat. Bio 4,9 1,9 3,0 226 <0,1 5,9 1,566 0,082
Griechenland/Kreta 4,9 2,4 2,9 196 0,31 8,1 1,458 0,131
Portugal/Alentejo 4,9 2,9 3,2 221 0,18 7,0 1,646 0,162

Die Tabelle zeigt die Ergebnisse der chemischen Analyse.
Die Werte für Polyphenole kommen aus einem Labor in Bari/Italien und werden in Kürze ergänzt. Beim Säuregrad orientieren wir uns an den DOP-Werten. Hier darf der Säuregrad 0,5 nicht überschreiten. Die K-Werte dürfen nicht vergleichend gelesen werden, da hier Region und Olivensorte die Höhe des K-Wertes mit bestimmen.

Alle Olivenöle werden auch auf Pestizide und Weichmacher untersucht.
Bei der Untersuchung auf ca. 270 Pestizide fanden wir bei:
Italien Apulien
0,08 mg/kg Chloropyriphos-ethyl (Grenzwert 0,25 mg/kg)
0,02 mg/kg Dimethoat (Grenzwert 10 mg/kg)
Italien Kampanien
Endosulfan 0,03 mg/kg (Grenzwert 0,35 mg/kg)
2,83 mg/kg Diethylhexylphthalat (DEHP) Dieser Wert entspricht laut Bundesverband Naturkost Naturkostwaren den tolerierbaren Rückständen für Bio-Olivenöle. Eine gesetzliche Regelung besteht nicht.
Griechenland Kreta
0,04 mg/kg Chloropyriphos-ethyl (Grenzwert 0,25 mg/kg)
<0,03 mg/kg Diphenyl (Grenzwert 0,05 mg/kg)
Diphenyl wird nicht mehr verwendet, findet sich aber in Spuren noch im Boden.
Portugal Alentejo
Phosmet 0,05 mg/kg (Grenzwert 10 mg/kg)

Analysen 2010

Analyse Polyphenole
Summe
mg/kg
Säuregrad
max. 0,8
Peroxidzahl
max.20
K232
max. 2,5
K270
max. 0,2
Italien/Apulien 477 0,12 4,2 1,414 0,100
Italien/Sizilien Bio 210 0,15 8,6 1,711 0,093
Spanien/Katalonien 254 0,12 7,5 1,596 0,086
Spanien/Kat. Bio 272 <0,1 5,1 1,507 0,081
Griechenland/Kreta 189 0,30 7,6 1,475 0,095
Portugal/Alentejo (neu) 244 0,18 8,1 1,796 0,142

Die Tabelle zeigt die Ergebnisse der chemischen Analyse.
Die Werte für Polyphenole kommen aus einem Labor in Bari/Italien. Beim Säuregrad orientieren wir uns an den DOP-Werten. Hier darf der Säuregrad 0,5 nicht überschreiten. Die K-Werte dürfen nicht vergleichend gelesen werden, da hier Region und Olivensorte die Höhe des K-Wertes mit bestimmen.

Alle Olivenöle werden auch auf Pestizide und Weichmacher untersucht.
Bei der Untersuchung auf ca. 270 Pestizide fanden wir bei:
Italien Apulien 0,02 mg/kg Chloropyriphos-ethyl
Griechenland/Kreta 0,02 mg/kg Chloropyriphos-ethyl
(zulässiger Höchsstwert 0,25mg/kg)
Spanien/Katalonien Bio 2,9 mg/kg Diethylhexylphthalat (DEHP).
Dieser Wert entspricht laut Bundesverband Naturkost Naturkostwaren den tolerierbaren Rückständen für Bio-Olivenöle. Eine gesetzliche Regelung besteht nicht.

Analysen 2009

Paneltest
Analyse
Polyphenole
Summe
mg/kg
Säuregrad
max. 0,8
Peroxidzahl
max.20
K232 K270
Apulien 498 0,13 5,9 1,712 0,123
Sizilien 232 0,22 7,6 1,749 0,110
Katalonien 159 0,12 6,5 1,540 0,071
Kat. Bio k.A. 0,15 7,9 1,69 0,088
Kreta 239 0,20 7,2 1,64 0,123

Die Tabelle zeigt die Ergebnisse der chemischen Analyse.
Die Werte für Polyphenole kommen aus einem Labor in Bari/Italien. Beim Säuregrad orientieren wir uns an den DOP-Werten. Hier darf der Säuregrad 0,5 nicht überschreiten. Die K-Werte dürfen nicht absolut gelesen werden, da hier Region und Olivensorte die Höhe des K-Wertes mit bestimmen.

Alle Olivenöle werden auch auf Pestizide und Weichmacher untersucht. 2009 gab es nur im spanischen Öl aus konventionellem Anbau Spuren von Rückständen:
Bei Weichmachern 2 mg/kg Diethylhexylphthalat (DEHP). Dieser Wert entspricht laut Bundesverband Naturkost Naturkostwaren den tolerierbaren Rückständen für Bio-Olivenöle. Eine gesetzliche Regelung besteht nicht.
Bei der Untersuchung auf ca. 270 Pestizide fanden wir 0,2 mg/kg Phosmet, der Grenzwert liegt hier bei 10 mg/kg.

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